Der Kauf von Schmuck ist Vertrauenssache, ein wenig Know-How hilft Ihnen aber sicher bei der Auswahl des richtigen Schmuckstücks. Dazu haben wir hier einige nützlich Informationen zusammengetragen.

 

Diamanten

 

 

Die 4C der Diamanten

Um Diamanten zu klassifiziern werden 4C verwendet. Diese 4 "C" stehen für die Begriffe: Carat, Color, Clarity und Cut. Jedes C wiederum wird auf eigenen Skalen wie folgt bewertet:

 

CARAT (Gewicht)

CARAT (Gewicht): Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. Ein Carat hat 0,2 Gramm.
Ein Carat besteht aus 100 Punkten. So entspricht das Gewicht eines Diamanten von 50 Punkten 1/2 oder 0,50 Carat.

 

COLOUR (Farbe)

Die beste Farbe eines Diamanten ist die völlige Farblosigkeit. Bei einem absolut farblosen Diamanten durchdringt weißes Licht den Stein mühelos und tritt in den Regenbogenfarben wieder aus.

Farbgrade

 

River+ (D) Hochfeines Weiss+
River (E) Hochfeines Weiss
Top Wesselton+ (F) Feines Weiss+
Top Wesselton (G) Feines Weiss
Wesselton (H) Weiss
Top Crystal (I-J) Leicht getöntes Weiss
Crystal (K-L) Getöntes Weiss
Top Cape (M-N) Getönt 1
Cape (O) Getönt 2
Light Yellow (P-Y) Getönt 3
Yellow (Z) Getönt 4

 

CUT (Schliff)

Er sollte nicht mit der Form verwechselt werden. Ein gut geschliffener Diamant, gleich welcher Form, reflektiert das einfallende Licht besser, er ist brillanter und hat mehr Feuer. Ein Brillant ist ein geschliffener Diamant im Brillant-Schliff mit mindestens 56 Facetten plus Tafel und Kalette (Spitze des Steines). Die gebräuchlichsten Formen sind nachfolgend bildhaft erläutert.

 

 

CLARITY (Reinheit)

Die meisten Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Je weniger und je kleiner diese Einschlüsse sind, um so besser kann das Licht den Stein durchdringen.
Für den geübten Fachmann bei 10facher Vergrößerung

Abkürzung Int.Bezeichnung Deutsche Entsprechnung Definition
IF Internally flawless Lupenrein Nichts zu erkennen
VVS Very very small inclusions Sehr, sehr kleine innere Merkmale Schwer zu erkennen
VS Very small inclusions Sehr kleine innere Merkmale Nicht allzu schwer zu erkennen
SI Small inclusions Kleine innere Merkmale Leicht zu erkennenSc
P1 1st piqué Deutliche Einschlüsse Schwer zu erkennen
P2 2nd piqué Große Einschlüsse Nicht allzu schwer zu erkennen
P3 3rd piqué Grobe Einschlüsse Leicht zu erkennen

 

Perlen

 

Qualitätskriterien

Perlen werden heute nach den Qualitätskriterien Größe, Form, Oberfläche, Farbe, Schichtdicke und Lüster beurteilt:

Größe


Die Größe einer Perle wird in mm Durchmesser angegeben. Ganz allgemein gilt die Regel:
Je größer die Perle ist, desto wertvoller ist sie.



Form




Die Formen für Zuchtperlen werden in runde, symmetrische und barocke Formen unterteilt.
  • Runde Formen: Rund, annähernd Rund
  • Symmetrische Formen: Bouton (runde abgeflachte Form), Oval, Tropfen
  • Barocke Formen: Semibarock, Barock (deutlich unregelmäßig)


Lüster


Guter Lüster

Schwacher Lüster

Der Glanz einer Perle d.h. die Menge des von der Oberfläche reflektierten Lichts in der Fachsprache “Lüster“ genannt ist abhängig von der Perlmuttschicht. Dünne, schlechte Perlmuttschichten, bewirken einen schwachen Glanz, ein schwaches Lüster.

Die Einteilung erfolgt von:
  • sehr gut, gut, mittel, gering, sehr gering


Oberfläche


Sauber

Unsauber

Oberflächen von Perlen sind selten makellos. Sie weisen oft verschiedene Arten von Wachstumsmerkmalen auf: Winzige Erhebungen, Dellen, helle oder dunkle Flecken oder matte Stellen.

Hier gilt die Regel: Ist die Oberfläche einer Perle glatt und makellos, steigt ihr Wert. Unebenheiten und Dellen verringern ihren Wert.

Eine Einteilung erfolgt von:
  • Makellos - geringe Wachstumsmerkmale (mit dem bloßem Auge schwierig zu erkennen)
  • Wachstumsmerkmale (mit dem bloßem Auge zu erkennen)
  • deutliche Wachstumsmerkmale
  • sehr deutliche Wachstumsmerkmale.


Schichtdicke


Die Dicke der aufgewachsenen Perlmutschicht hat den größten Einfluss auf die Qualität, die Haltbarkeit und den Wert von Zuchtperlen. Sie beeinflusst entscheidend den Lüster der Perle.



Farbe




Perlen gibt es in vielen verschiedenen, natürlichen Farbnuancen von weiß, rosé, creme champagner, gold, hellgrau bis anthrazit.

Süßwasserzuchtperlen werden üblicherweise in den Farben rosa bis bordeaux geerntet. Sie werden häufiger farblich behandelt, um z.B. bei Süßwasserzuchtperlen einen grauen Ton zu erhalten.